© Karsten Weis

Philosophie

Ich bin überzeugt davon, dass Erkenntnisse allein keine tiefgreifende therapeutische Veränderung bewirken.
Verstehen kann Orientierung geben, doch Veränderung entsteht erst dort,
 wo wir den Mut aufbringen, uns den schwierigen Gefühlen in uns zuzuwenden.

Sie geschieht, indem wir werden, wer wir sind: mit all dem, was wir an uns ablehnen, ausklammern oder nicht sehen wollen 
und nicht dadurch, dass wir versuchen, jemand anderes zu werden, der wir nicht sind. 
In diesem Annehmen liegt die Möglichkeit von Veränderung.
 Und darin kann Heilung geschehen.

Dieser Weg kann nur ganzheitlich gegangen werden.
 Dazu braucht es einen spürenden Raum, der sowohl den Körper als auch den Geist mit einbezieht. 
Einen Raum, in dem Gedanken in Beziehung zum Körper treten dürfen.
Der Körper wird dabei zum Wegweiser. 
Er zeigt, wo etwas festgehalten wird, wo Bewegung möglich ist und wo es Zeit braucht.

Auf diesem Weg lernst du allmählich, dich feiner wahrzunehmen, hinzuspüren und zu fühlen, was im Moment lebendig ist. 
Nicht um etwas zu korrigieren oder zu überwinden, sondern um dem eigenen Erleben mit Offenheit und Würde zu begegnen.

Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch die grundlegende Fähigkeit zur Selbstregulation und Entwicklung in sich trägt.
 Symptome, innere Konflikte und Schutzmechanismen verstehe ich nicht als Störungen,
 sondern als sinnvolle Antworten auf das, was einmal notwendig war. 
Sie verdienen Aufmerksamkeit, Würdigung und ein behutsames und ganzheitliches Verstandenwerden.

Meine Rolle als Therapeut sehe ich nicht darin, Lösungen vorzugeben oder Prozesse zu beschleunigen. 
Ich verstehe mich als begleitende Präsenz in einem gemeinsamen Erforschen. Dabei bin ich aufmerksam, zugewandt und im Dialog mit dem, was sich im Hier und Jetzt zeigt.

In diesem gemeinsamen Raum darf sich entwickeln, was bereit ist, Gestalt anzunehmen. 
Im eigenen Tempo und auf eine Weise, die der Einzigartigkeit der Person entspricht.

© Karsten Weis

Persönliches

Eine Lebenskrise vor rund zehn Jahren hat mich in meinen Grundfesten erschüttert und wurde zum Ausgangspunkt eines tiefgreifenden persönlichen Wandlungsprozesses.
 Über eine gestalttherapeutische Heldenreise fand ich damals einen ersten Zugang zu meinem eigenen Weg der Heilung.

In den darauffolgenden Jahren habe ich mich intensiv mit unterschiedlichen Formen von Selbsterfahrung und Psychotherapie auseinandergesetzt, bin durch eigene therapeutische Prozesse gegangen, habe zahlreiche Selbsterfahrungsseminare, zwei Vipassana-Retreats sowie verschiedene therapeutische Aus- und Weiterbildungen besucht.

Was sich dabei zunehmend herauskristallisiert hat, ist ein tiefes inneres Anliegen: der Weg in mehr Lebendigkeit und in eine vertiefte Verbundenheit mit mir selbst, mit anderen Menschen und mit der Welt.

Ich verstehe diesen Weg nicht als etwas, das abgeschlossen werden kann. Für mich ist er ein fortlaufender Prozess des Lernens, des Verfeinerns von Wahrnehmung und des Öffnens neuer Bewusstseins- und Beziehungsräume.

Meine eigene Erfahrung hat meine Fähigkeit vertieft, präsent zu sein, Nuancen wahrzunehmen und Prozesse zu achten, wie sie sich zeigen.

Mit der Zeit wurde mir klar, dass ich meinen gewachsenen Erfahrungsschatz nicht nur für mich selbst nutzen möchte. Heute arbeite ich als Heilpraktiker für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt körperorientierte Gestalttherapie und begleite Menschen in therapeutischen und beratenden Prozessen

© Karsten Weis

Qualifikationen

  • 3-jährige Ausbildung zum Gestaltberater (DVG) - Eichgrund Institut (740UE)

  • 2-jährige Ausbildung zum Gestalttherapeuten - Gestaltinstitut Münster (600 UE)

  • 6-monatige Vollzeitweiterbildung zum systematischen Berater und Coach - Isit Institut Essen (980 UE)

  • Zulassung als Heilpraktiker für Psychotherapie

  • 3-jährige Ausbildung zum Skan Körpertherapeuten i.A. seit 2024 - Skan Akademie Köln
    (Reichianische Körperarbeit)

Langjährige eigene Selbsterfahrung in verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren; fortlaufende gestalttherapeutische und körperpsychotherapeutische Lehrtherapie und Supervision